KMUpower Logo

Low-Code in der Praxis

Citizen Development im KMU:
Deine Mitarbeitenden bauen die Lösung.

Fachkräftemangel bei Entwicklern? Die besten Prozesskenner sitzen schon in deinem Team. So machst du sie sicher zu Citizen Developern.

Citizen Development bedeutet, dass Mitarbeitende aus den Fachabteilungen ohne klassische Programmierausbildung eigene Anwendungen und Automatisierungen erstellen, typischerweise mit Low-Code-Plattformen wie der Microsoft Power Platform (Power Apps, Power Automate, Copilot Studio). Die IT gibt den sicheren Rahmen vor: Umgebungen, Berechtigungen und Governance. Für KMU ist das eine wirksame Antwort auf den Fachkräftemangel und ein Baustein der Prozessautomatisierung für KMU.

Rollen

Welche Jobs und Rollen gibt es im Citizen Development?

Vier Rollen tragen ein funktionierendes Citizen-Development-Modell. In KMU werden sie oft in Teilzeit neben der Fachaufgabe ausgeübt.

Citizen Developer

Fachmitarbeitende aus Buchhaltung, HR oder Vertrieb, die mit Power Apps und Power Automate eigene Lösungen für ihren Bereich bauen. Sie kennen den Prozess besser als jeder externe Entwickler.

Power Platform Admin

Verwaltet Umgebungen, Berechtigungen und DLP-Richtlinien. Diese Rolle stellt sicher, dass aus Eigeninitiative keine Schatten-IT wird. In KMU oft eine Teilzeitaufgabe der bestehenden IT.

Low-Code-Coach / Trainer

Bildet Citizen Developer aus und begleitet die ersten Projekte. Denn Low-Code ist nicht No-Code: Logisches Denken und saubere Grundmuster müssen trainiert werden.

Fusion Developer

Professionelle Entwickler, die dort einspringen, wo Low-Code an Grenzen stösst: komplexe Schnittstellen, Custom Connectors oder Dataverse-Datenmodelle.

Vertiefung im Praxisbeitrag Citizen Developer: Deine Mitarbeiter sind die Lösung.

Einführung

Citizen Development sicher einführen: 3 Leitplanken

1. Governance zuerst: Umgebungen und DLP-Richtlinien

Getrennte Umgebungen für Test und Produktion, klare Datenzugriffsregeln und ein Überblick, wem welche App gehört. Ohne diese Basis entsteht Wildwuchs statt Innovation.

Praxisbeitrag: Governance entscheidet über Erfolg oder Chaos→
2. Ausbildung statt Wunschdenken: Low-Code ist nicht No-Code

Citizen Developer brauchen Training in Grundmustern, Datenmodellierung und sauberem App-Aufbau. Wer nur die Marketing-Versprechen glaubt, produziert schwer wartbare Einzellösungen.

Praxisbeitrag: Low-Code vs. No-Code→
3. Erstes Projekt begleitet umsetzen, dann übergeben

Das erste Projekt gemeinsam mit einem erfahrenen Partner bauen: So entstehen Vorlagen und Standards, an denen sich alle weiteren Citizen-Developer-Lösungen orientieren. Welche Werkzeugklasse wofür passt, zeigt der Vergleich unter KMU Software.

Lösung im Detail: KMU Software im Vergleich→

Firmenprogramm

Citizen Development im Betrieb aufbauen: der begleitete Weg

Das KMU Citizen Development Programm ist der begleitete Aufbau von Citizen Development in deinem Betrieb: Deine Fachmitarbeitenden lernen, eigene Apps und Flows mit der Power Platform zu bauen, und deine IT bekommt den Rahmen dazu. Es richtet sich an KMU, die Prozesswissen im Haus haben und es ohne Wartezeit auf externe Entwickler nutzen wollen. Der Weg läuft in vier Phasen, von der Ausgangslage bis zur Übergabe an dein Team.

Das passt, wenn
  • in deinem Team Fachmitarbeitende sitzen, die ihre Prozesse genau kennen und bereit sind, sie selbst in Apps und Flows abzubilden
  • deine IT den Rahmen vorgeben will (Umgebungen, Berechtigungen, DLP-Richtlinien), statt jede Lösung selbst zu bauen
  • ihr bereits mit Microsoft 365 arbeitet: Für den Start genügt Microsoft 365 mit Power Apps und Power Automate für Microsoft 365 und Standardkonnektoren. Sobald Dataverse, Premium-Konnektoren oder eigene Umgebungen dazukommen, braucht jede betroffene Person eine Premium-Lizenz; der Lizenzfinder zeigt, was in deinem Fall nötig ist
  • du den Start kontrolliert angehen willst: ein erstes Projekt begleitet, danach schrittweise Übergabe
Das passt nicht, wenn
  • du eine fertige Lösung ohne eigenes Zutun suchst, dann ist Power Apps Entwicklung durch KMUpower der passende Weg
  • niemand im Team Zeit für Ausbildung und ein erstes Projekt bekommt: Rund vier Stunden pro Woche über die Programmdauer, in der Ausbildung und im ersten Projekt mehr
  • es nur um eine einzelne Person geht, die sich weiterbilden will, dafür gibt es die Kurse der Power Platform Academy
  • Low-Code als «ohne Lernen» verstanden wird: Low-Code ist nicht No-Code, ohne Training entstehen schwer wartbare Lösungen

Ablauf in vier Phasen, gesamt 12 bis 16 Wochen, überwiegend online, Start und Übergabe auf Wunsch vor Ort

Phase 1: Ausgangslage und Rollen klären

Ziel: Wissen, wo euer Betrieb steht und wer welche Rolle übernimmt.

Ergebnis: Rollenliste mit Namen für Citizen Developer, Power Platform Admin, Low-Code-Coach und, falls nötig, Fusion Developer; Liste der ersten Prozesskandidaten.

Dauer: 1 bis 2 Wochen. Format: ein Workshop von einem halben Tag, online oder vor Ort. Aufwand: rund vier Stunden.

Phase 2: Governance-Basis legen

Ziel: Ein sicherer Rahmen, bevor die erste App entsteht.

Ergebnis: Regelwerk für Umgebungen (Test und Produktion getrennt), DLP-Richtlinien, Übersicht, wem welche App gehört.

Dauer: 2 bis 3 Wochen. Format: ein halber Tag mit der IT, dazu zwei Online-Sitzungen von je zwei Stunden. Aufwand: rund sechs Stunden für die IT.

Phase 3: Ausbildung und erstes begleitetes Projekt

Ziel: Die Citizen Developer beherrschen die Grundmuster und bauen das erste Projekt unter Begleitung.

Ergebnis: Eine produktive erste Lösung und Vorlagen, an denen sich alle weiteren Lösungen orientieren.

Dauer: 6 bis 8 Wochen. Format: vier Live-Blöcke von je zwei Stunden online, danach wöchentlich eine Begleitstunde am ersten Projekt. Aufwand: vier bis sechs Stunden pro Woche je Citizen Developer.

Phase 4: Übergabe an das Team

Ziel: Das Team arbeitet eigenständig weiter.

Ergebnis: Übergabedokument mit Standards, Vorlagen und Zuständigkeiten; vereinbarter Weg für Rückfragen nach der Übergabe.

Dauer: 1 bis 2 Wochen. Format: ein Übergabetermin von zwei Stunden plus schriftliches Übergabedokument. Aufwand: rund drei Stunden.

Nach der Übergabe betreibt dein Team die Lösungen selbst. Für Rückfragen oder Erweiterungen gibt es einen monatlichen Begleitvertrag oder einzelne Stunden nach Bedarf, beides freiwillig und erst nach der Übergabe vereinbart; die Modelle stehen auf der Preisseite.

Abgrenzung: welches Angebot passt?

AngebotFür wenWorum es gehtFormat
KMU Citizen Development ProgrammBetriebe, die Citizen Development im eigenen Team aufbauen wollenBegleiteter Aufbau in Phasen: Rollen, Governance, Ausbildung, erstes Projekt, ÜbergabeVier Phasen über 12 bis 16 Wochen, überwiegend online
Kurse der Power Platform AcademyEinzelpersonen, die sich in Power Apps oder Power Automate weiterbildenStrukturierte Schulung zu einem WerkzeugOnline-Kurs über vier Wochen mit Live-Terminen und einem kurzen Einzelcoaching
KMU Digital CheckBetriebe, die zuerst wissen wollen, wo sie stehen und was sich lohntAnalyse des Reifegrads als Basis für alle weiteren SchritteEin Halbtag Gespräche vor Ort oder online, danach schriftliche Auswertung und eine Stunde Ergebnisbesprechung, rund zwei Wochen bis zum Bericht

Wenn du zuerst wissen willst, wo dein Betrieb steht, beginnst du mit dem Digital Check; wenn eine einzelne Person ein Werkzeug lernen will, passt ein Kurs der Academy; wenn du Citizen Development im Team verankern willst, ist das Firmenprogramm der Weg.

Dauer, Phasen und Ergebnis des Programms stehen hier; einen Preis nennt diese Seite nicht, weil der Umfang vom Betrieb abhängt. Der Einstieg ist der KMU Digital Check ab CHF 2'500: Er zeigt, wo ihr steht, und daraus ergibt sich, welche Phasen in welchem Umfang nötig sind. Das Ergebnis besprechen wir, bevor etwas weiteres vereinbart wird.

Nutzen

Was bringt Citizen Development dem KMU?

Lösungen entstehen dort, wo das Prozesswissen sitzt, ohne Wartezeit auf externe Entwickler. Kombiniert mit den richtigen Startprozessen wirkt das schnell: Freigaben sparen 70-90% der Bearbeitungszeit, das Onboarding sinkt von rund 4 Stunden auf 15 Minuten. Den Einstieg begleitet KMUpower über die Power Platform Beratung, den ersten Überblick liefert der kostenlose Reifegrad-Check. Beispiele für solche selbst entwickelten Lösungen findest du in unseren Case Studies.

  • Prozesswissen bleibt im Haus
  • Keine Wartezeit auf Entwickler
  • Governance verhindert Schatten-IT
  • Quick-Win produktiv in 2-6 Wochen

FAQ

Häufige Fragen zum Citizen Development

Was ist Citizen Development?

Citizen Development bedeutet, dass Mitarbeitende aus den Fachabteilungen ohne klassische Programmierausbildung eigene Anwendungen und Automatisierungen erstellen, typischerweise mit Low-Code-Plattformen wie der Microsoft Power Platform. Die IT gibt dabei den sicheren Rahmen vor, statt jede Lösung selbst zu bauen.

Was sind Jobs im Bereich Citizen Development?

Die wichtigsten Rollen sind: Citizen Developer (Fachmitarbeitende, die Apps und Flows bauen), Power Platform Admin (verwaltet Umgebungen, Berechtigungen und DLP-Richtlinien), Low-Code-Coach oder Trainer (bildet Citizen Developer aus) und Fusion Developer (Profi-Entwickler, die komplexe Teile wie Schnittstellen beisteuern). In KMU werden diese Rollen oft in Teilzeit neben der Fachaufgabe ausgeübt.

Welche Voraussetzungen brauchen Citizen Developer?

Kein Informatikstudium, aber logisches Denken, gutes Prozessverständnis im eigenen Fachbereich und eine solide Schulung. Low-Code ist nicht No-Code: Ohne Training entstehen schnell schwer wartbare Lösungen. Dazu braucht es eine Governance, die Datenzugriffe und Umgebungen regelt.

Lohnt sich Citizen Development für KMU?

Ja, gerade wegen des Fachkräftemangels: Die Menschen, die den Prozess am besten kennen, bauen die Lösung selbst, ohne monatelang auf externe Entwickler zu warten. Wichtig ist ein kontrollierter Start mit klaren Regeln, sonst entsteht Wildwuchs. Ein bewährtes Modell: erstes Projekt gemeinsam mit einem erfahrenen Partner, danach schrittweise Übergabe.

Was unterscheidet das KMU Citizen Development Programm von einer Schulung?

Eine Schulung vermittelt ein Werkzeug, das Programm baut Citizen Development im Betrieb auf. Dazu gehören Rollen, Governance, ein erstes begleitetes Projekt und die Übergabe an dein Team. Die Schulung ist ein Teil davon, nicht das Ganze.

Brauchen wir Entwickler im Team für Citizen Development?

Nein. Citizen Developer sind Fachmitarbeitende ohne Programmierausbildung, die logisch denken und ihren Prozess kennen. Wo Low-Code an Grenzen stösst, etwa bei Schnittstellen oder komplexen Datenmodellen, springt ein Fusion Developer ein, den ihr nicht fest anstellen müsst.

Wie viel Zeit brauchen unsere Mitarbeitenden für das Programm?

Phase 1 rund vier Stunden, Phase 2 rund sechs Stunden für die IT, Phase 3 vier bis sechs Stunden pro Woche je Citizen Developer, Phase 4 rund drei Stunden. Die Rollen werden in KMU meist in Teilzeit neben der Fachaufgabe ausgeübt, der grösste Zeitanteil fällt in der Ausbildung und beim ersten Projekt an.

Was passiert nach der Übergabe an unser Team?

Dein Team betreibt die Lösungen selbst und baut neue nach den vereinbarten Standards und Vorlagen. Für Rückfragen und grössere Erweiterungen gibt es einen monatlichen Begleitvertrag oder einzelne Stunden nach Bedarf, beides freiwillig und erst nach der Übergabe vereinbart.

Was kostet das KMU Citizen Development Programm?

Diese Seite nennt Dauer, Phasen und Ergebnis, aber keinen Preis, weil der Umfang vom Betrieb abhängt. Der Einstieg ist der KMU Digital Check ab CHF 2'500; das Ergebnis besprechen wir, bevor etwas weiteres vereinbart wird.

Bereit, Zeit zurückzugewinnen?

Ein Gespräch. 30 Minuten. Der erste Schritt zu 10 Stunden mehr pro Woche.

Begrenzte Verfügbarkeit

Marcel Lehmann betreut maximal 5 Kunden gleichzeitig für 100% Fokus.