die Werbung von Microsoft (und anderen) suggeriert oft: "Mit Power Apps kann jeder Apps bauen. Einfach wie PowerPoint."
Das stimmt. Und es ist eine Lüge.
Es stimmt, dass man schnell etwas auf den Bildschirm bekommt. Ein Button, ein Textfeld. Sieht gut aus. Aber eine App ist mehr als die Oberfläche.
Das Problem: Die Logik dahinter
Sobald es komplexer wird, brauchst Du Logik.
- "Wenn der Benutzer auf 'Speichern' klickt, prüfe erst, ob das Datum in der Zukunft liegt. Wenn ja, speichere in Datenbank A, sonst zeige Fehler B."
Das ist Programmieren. Wir tippen zwar keinen Code (Low-Code), aber wir müssen logisch denken wie ein Programmierer. Wenn man das nicht kann, baut man "Spaghetti-Apps". Die funktionieren heute, aber wenn Du morgen eine Kleinigkeit ändern willst, fällt alles zusammen.
Die Lösung: Investiere in Köpfe
Ich bin ein riesiger Fan von Citizen Development (siehe Newsletter #10). Aber wir dürfen die Leute nicht ins kalte Wasser werfen.
"Low-Code" heisst: Wenig Code. Nicht "Kein Hirn".
Wenn Du willst, dass Deine Mitarbeiter Apps bauen, gib ihnen:
- Training: Grundlagen von Datenbanken. Was ist eine 1:n-Beziehung?
- Zeit: Lernen passiert nicht nebenbei.
- Coaching: Jemanden (wie mich), der mal drüberschaut und sagt: "Gute Idee, aber mach die Struktur lieber so, sonst hast du später Probleme."
Nächste Schritte
Hast Du Mitarbeiter, die motiviert sind, aber an Grenzen stossen? Lass uns sie ausbilden. Ein Tag "Power Platform Basics" spart später Wochen an Fehlersuche.
Beste Grüsse,
Marcel Lehmann
Gründer KMUpower & Microsoft MVP
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Low-Code und No-Code?
No-Code erfordert keine Programmierkenntnisse. Low-Code ermöglicht einfache Anpassungen, komplexe Szenarien erfordern aber technisches Wissen.
Kann jeder Power Apps lernen?
Grundlagen ja. Für anspruchsvollere Apps sind logisches Denken und Verständnis für Datenstrukturen hilfreich.
Brauche ich noch Entwickler?
Für komplexe Integrationen, Custom Connectors und PCF Components sind Entwickler-Skills weiterhin nötig.